PPP etabliert sich zunehmend als alternative Beschaffungsvariante und stellt nach Jahren der Konjunkturflaute einen interessanten Wachstumsmarkt mit enormen Chancen für die deutsche Wirtschaft dar. Mit bereits über 60 PPP- Projekten im Hochbau beträgt das Investitionsvolumen in Deutschland ca. 1,85 Mrd. Euro. In Vorbereitung befinden sich bereits weitere 120 Projekte mit ca. 6 Mrd. Euro. Dazu gehört auch der Autobahnneubau des Teilstücks der A 4 zwischen Gotha und Eisenach als Nordumfahrung der Hörselberge.
Natürlich muss man aber bei aller Euphorie berücksichtigen, dass nur wenige mittelständische Unternehmen in Deutschland derzeit das gesamte vom öffentlichen Auftraggeber geforderte Dienstleistungsspektrum aus einer Hand anbieten können. Insbesondere kleine Mittelständler verfügen noch selten über PPP- Know-how im eigenen Haus. Die Bildung von Bieterkonsortien im Rahmen von strategischen Allianzen stellt hier eine Alternative dar.
Die öffentliche Hand, Ingenieure und Firmen müssen in Thüringen noch intensiver im Bereich PPP zusammenarbeiten, denn die öffentlichen Mittel reichen oft nicht aus, um dringend notwendige Projekte wie zum Beispiel den Bau von Schulen oder Kindergärten zu realisieren. Um diesen Prozess zu unterstützen, wurde im Frühjahr 2007 „PPP in Thüringen“ – kurz PPPiTh – als Arbeitsplattform ins Leben gerufen.